Padang

Padang

Samstag, 8. September 2012

Kuala Lumpur

Unsere Reise geht weiter: Nächster Halt: Kuala Lumpur, Hauptstadt von Malaysia.


22.08
Mit dem Bus über die Grenze nach Malaysia und in nicht einmal 5 Stunden sind wir in der malaysischen Hauptstadt angekommen. Taxi genommen und ab nach Chinatown ins Hostel. Für 4 Nächte haben wir zusammen umgerechnet einfach nur schlappe 60 € gezahlt! Generell ist in Malaysia alles unglaublich billig. Man kann hier gut für 1-2€ Essen und es schmeckt einfach super. :)
Unser Hostel – The Travel Hub – ist wirklich in Ordnung....was man eben für 10€ die Nacht erwarten kann.
Und für das Geld vollkommen ausreichend. Und wir haben sogar Frühstück (Toast mit Peanut Butter oder wahlweise Marmelade). Woran wir uns beide noch gewöhnen müssen sind definitiv die Sanitären Anlagen. Wenn es überhaupt ein westliches Klo gibt und nicht nur ein Stehklo, ist es immer pitsch nass drum herum, entweder von dem Wasser aus dem Schlauch, dass man hier anstelle Klopapier benutzt oder iwelchen anderen Körperflüssigkeiten...man weiß es nicht...und dass ist vllt auch ganz gut so :) Wie das gehen soll weis ich noch nicht, bisher sind wir immer mit Tempos drum rum gekommen :D

Unsere Anreise nach Kuala Lumpur (KL) hat also völlig problemlos funktioniert...was wir iwie beide nicht gedacht hatten. Danach haben wir erstmal 2 Stunden auf unserem Zimmer chillen können weil es monsunartig geregnet hat.
Aber danach hieß es dann shoppen :) Da wir schon mitten in Chinatown wohnten, nutzen wir das natürlich voll aus und ab gings zum „Chinatown Night Market“

Beute des ersten Abend
-2 tshirts für umgerechnet 5€ + lecker gegessen ~ 1,6€ + 1x Ratte hinter dem Herd...unbezahlbar

Chinatown Entrance



23.08
Heute morgen hat der Wecker sehr früh geklingelt, da wir unbedingt Karten für die berühmten Pentronas Towers wollten.  Die Zwillingstürme sind das Wahrzeichen der Stadt und sind mit ihren 88 Stockwerken einer der höchsten Türme der Welt.
Und da wir von allen gehört hatten, dass man mal locker 3 Stunden ansteht wenn man zu spät kommt, haben wir uns um 8am auf den Weg in die City gemacht.

Wir hatten Glück, hat uns nur eine Stunde gekostet und hatten danach Karten für 19Uhr Abends.
Der restliche Tage war lang, heiß und etwas ermüdent. Wir sind alles abgelaufen und waren am Ende des Tages fast 12 Stunden auf den Beinen.
Sehenswürdigkeiten gibt es in KL leider nicht allzuviele, dafür umso mehr Einkaufmalls. Da diese auch immer schön klimatisiert sind, hält man sich dort natürlich auch gerne und lange auf. Dh am Ende sind wir von einer Mall zur nächsten getingelt in der Hoffnung in der 2. andere Shop als in der 1. zu finden. Die Hoffnung haben wir schnell wieder aufgegeben.
im Supermarkt
one of many malls
Gecko Guy
Wollten uns dann im Touristen Center mal ein bisschen schlau machen was es denn schönes in KL und drumherum zu sehen gibt.
Haben dann auch gleich eine Tour gebucht für den nächsten Tag: Batu Cave, Batik-Factory und elephant sanctuary. Für 50€ + Verpflegung.
Anschließendes Mittagessen am Straßenstand und gestärkt gings Richtung Fernsehturm. Wir wussten nicht wohin und nicht wie weit und als wir den BERG zum Turm bie gefühlten 40°Grad hochgestiefelt sind, war uns auch alle egal und wir wollen nur wieder runter.

Die Zeit verging dann doch schnell bis wir um 19Uhr dann finally auf die Petrona Towers durften. Und wie sich herausgestellt hat, haben wir die beste Zeit erwischt, denn gerade im 86. Stock angekommen, ist die Sonne über Kuala Lumpur untergegangen und wir hatten einen wunderschönen Ausblick auf die City und den Sonnenuntergang.




    24.08

    Heute stand unsere Tagestour auf dem Programm.
    Wir sind beide froh einmal raus aus der KL zu kommen, da 4 Tage Stadt schon sehr anstrengend sein kann und sooo viel gibt es dann eben doch nicht zu sehen.

    Um 9 wurden wir vor dem Hotel neben unserem Hostel vom unserem "Tourguide" abgeholt, mit uns war noch ein französisches Pärchen.
    Die Tour bestand aus insgesamt 6 Stops, 2 Stops bei einer Batik-Fabrik und einer Schmuckfabrik. Was aber eher einer Kaffeefahrt ähnelte. Vor der Fabrik wurden wir rausgeschmissen, 2minütige Führung durch das Handwerk und danach wurde dann erwartet dass wir was kaufen.
    Also schnell wieder ins Auto und ab zur berühmten Batu Cave. Anschließender Halt im elephant sanctuary und chocolate factory.
    Batic factory
    Hörte sich cool an, war aber leider mehr eine Massentouristen Abfertigung als ein schöner Ausflug ins Grüne -.-
    Batu Cave

    gieriger Makake









    Cave










    Die Batu Caves sind rießige Kalksteinhöhlen und einer der größten Gebetsstätten indischer Buddisten der Welt. Leider alles sehr verturisiert. 1000 Menschen und genau soviele Affen! Diese kleinen Makaken sind durch das ständige füttern der Toursiten völlig hemmungslos, dreist und aggressiv. Reißen den Besuchern mal gerne die Tüten aus den Händen, springen einem wenn man nicht aufpasst auf den Kopf, oder lasssen einfach leer gefutterte Kokosnüssen aus 3 Meter Höhe fallen und wenn man Pech hat steht man darunter.
    Lunch: war inklusvie :) haben in ieinem kleinen Örtchen auf dem Weg ins Elefanten Reservoir gehalten und es hieß wir gehen zu KFC. Neeeiin ich will kein Fast Food in Malaysia!
    Wir konnten die anderen zum Glück noch überreden auf der anderen Seite an einem der typischen Straßenstände was zu essen. Dort gibt es immer einen Teller Reis und man kann sich dann aus einem Buffet ganz leckere Sachen auswählen, von Chicken über Fisch und prawns und auch Gemüse.
     Als Ella und ich dann wie die Locals angefangen haben mit der rechten Hand zu essen, haben uns die Franzosen wohl für völlig verrückt erklärt :D Aber es macht einfach so viel Spaß :)

    Weiter zum Elefanten sanctuary, dort werden Elefanten aus Indien, Malaysien, Indonesine usw. hingebracht wenn ihr eigentlicher Lebensraum bedroht ist. Hier werden sie dann wieder in den malaysischen Regenwald ausgesetzt, welcher noch einer der größten in Südost-Asien ist und einen angemessenen Lebensraum bietet.
    Versprochen wurde uns das Füttern, Streicheln und Reiten auf den Elefanten. Hat sich auf jeden fall gut angehört...
    Dort angekommen war es leider genauso überlaufen wie die anderen Sehenswürdigkeiten davor auch schon! Und die Show war eher was für den Zirkus :( Das Reiten wäre dann einmal im Kreis in einem abgesperrten Ring gewesen, für das man ne halbe Stunde anstehen müsste weil es so viele Mensche waren.
    Wir haben uns geweigert bei dem Theater mit zumachen, dafür gabs eine kleine Überraschung: Kai Pflaume mit Family war auch da :D Immerhin etwas


    Als die Show zuende war, sind wir dann wieder 2 Stunden gen KL gedüst und noch schnell bei einer malayischen Schokoladenfabrik gehalten, die dann endlich auch was war. Super leckere Schoki und mussten uns natürlich auch gleich eindecken :)
    Danach nur schnell zurück ins Hostel, dann wieder nach Chinatown Dinner und SHOPPen :)

    25.08

    Ereignisreicher Tag:
    Morgens zu Starbucks und einfach mal wieder richtig frühstücken, mit Cappuccino und Croissant. Danach noch ein bisschen sightseeing gemacht, was bei der Hitze aber super anstrengend war und lange haben wir auch nicht ausgehalten.
    auch vor Kuala Lumpur...
    ...machen die Deutschen keine Halt

    Danach dann einfach mal wieder nach Chinatown und geshoppt :D Kein Geld mehr, aber dafür ein super schönes Kleid und Mitbringsel gekauft. Abendessen in Chinatown, ab ins Hostel und fertig machen für die Party am Abend! Yeahhhhh
    Witzigerweise ist die gleiche Truppe von Studenten mit denen wir auf Tioman waren dieses Wochenende auch in KL, also hies es heute abend feiern....das uns am Ende des Abends nicht mehr so zu feiern war wussten wir da noch nicht, zum Glück.

    Erstmal Vorglühen und dann gings in den angesagtesten Club Zouk. War ziemlich cool, bis wir gehen wollten, da fing das ganze Disaster an: Wir waren schon draussen aus dem Club und ich bin nochmal zurück um Freunden Tschüss zu sagen, steh auf der Tanzfläche und plötzlich merke ich wie ein Typ neben mir seine Hand in meiner Tasche hat und plötzlich wegläuft. Natürlich bin ich sofort hinter her gerannt, als er es merkt, rennt er los. Ich hinterher und schrei durch den ganzen Club dass der Typ meinen Geldbeutel hat. Plötzlich sind uanngefähr 20 Türsteher hinter ihm her, werfen ihn draussen vorm Club auf den Boden, ziehen ihn wieder hoch, ohrfeigen ihn, schreien ihn an. Es geht alles so schnell. Plötzlich kommt Ella weinend an und meint ihr Geldbeutel ist auch weg! Wie verrückt einfach! Danach fängt der kranke Teil aber erst an.
    Als ich bestätigt hatte dass es der Typ war der meinen Geldbeutel geklaut hat und natürlich nicht mehr hatte, weil er ihn wahrscheinlich schon im club noch hat fallen lassen. Haben sie ihn hinter den club gezerrt und ihn pseudo mäßig zur Rede gestellt und ihm gedroht. Der Besitzervom Club, mit Bier in der Hand, fragt mich1 000 mal  ob ich wirklich die Polizei rufen will, auf Stress hat der natürlich auch keinen Bock.
    Unsere Kreditkarten noch schnell sperren lassen bevor es auf die Polizeiwache geht.
    Der Typ sitzt uns gegenüber, tippt gemütlich auf seinem Handy herum. 2 Türsteher ist auch da. Warum? Ella und ich sitzen nur noch da und können lachen, weil alles so lächerlich ist. Die Polizisten rauchen erstmal eine und quatsche...wahrscheinlich übers Wetter. Wir haben unglaubliches Glück dass Joshua, ein Freund, einer der Studentinnen, aus KL kommt und uns nicht von der Seite weicht und bei den Verhadlungen hier auf dem Polizeirevier einen Durchblick hat und alles für uns regelt. Unsere letzte Rettung!
    Bis 4 Uhr morgens sitzen wir auf der Wache um auszuhandeln wie es jetzt weiter gehen soll. Einfach nur geschockt bin ich von dem Verhalten der Polizei! Es interessiert sie einfach nicht, stehen rum, rauchen und sind genauso ahnungslos wie wir. Es ist so lächerlich alles! Uns wird nahe gelegt, dass der Typ uns einfach auszahlt für den Verlust und wir das Ganze dann praktisch vergessen, dh keine weiteren Spiränzchen verlangen sollen. Das Ende vom Lied war, wir bekommen das Geld, der Dieb und btw Drogendealer darf gehen und die Polizei hat keinen Stress mit iwelchen Formalitäten.

    Die stecken doch alle unter einer Decke!?

    So haben wirs dann also auch gemacht, nachdem uns auch Joshua dazu geraten hat.
    Dann durften wir freundlicher weise noch einmal quer durch die halbe Stadt fahren (private Kosten) um auf einer anderen Wache, anscheinend nur für Touristen eine Aussage für unsere Versicherung und Kartensperre zu machen. Was wir zu sagen hatten wurde uns auch gesagt: „ Wir waren in dem Club feiern, haben unsere Tasche fallen lassen und bei unseren Geldbeutel verloren“

    Da kommt man sich ziemlich verarscht vor! Ich mein, dass geklaut wird, ist normal und passiert in jeder Stadt, dass die Polizei aber dermaßen unkooperativ (korrupt) und unzuverlässlich ist, hat mich tatsächlich ein wenig geschockt.

    Um halb 6 sind wir wieder zurück im Hostel. Total am Ende, kaputt und müde.

    26.08
    4 Stunden später klingelt wieder der Wecker, schon wieder etwas vom gestrigen Schock erholt. Obwohl ich immer noch hoffe dass alles nur ein böser Traum war. Leider Nein :(
    Alles gepackt, um 12 aus dem Hostel auschecken. Frühstücken in der Mall, noch Mädels von der NUS getroffen einmal Chinatown hoch und runter. Nach dem ganzen Stress und der Aufregung haben wir uns noch eine einstündige Massage mit anschließendem Fußbad mit den Doktorfischen gegönnt. Es braucht schon eine Weile bis man sich an das Gefühl kleiner Fische die die Hautschüppchen von deinen Füßen knabbern, gewöhnt hat. Aber danach fühlen sich die Füße einfach an wie ein kleiner Babypopo. :)
    Abend essen und dann mit dem Taxi die 70 km raus aus der Stadt richtung Flughafen. Haben uns dort noch für eine Nacht ein Hotelzimmer genommen um morgen früh nicht ganz so viel Stress zu haben. Ich erwähne hier nicht dass ich ausversehen noch das falsche Hotel der Hotelkette gebucht hatte....Konnten daber trotzdem noch ein letztes Zimmer am Flughafen Hotel ergattern und sind müde ins Bett gefallen.
    Um 8am geht unser Flieger nach Padang, Indonesien :)

    Good night and good bye Kuala Lumpur





    Samstag, 1. September 2012

    Tioman Island

    Juhuuu unser erster Inselausflug!

    Ganz spontan hat mich Basti noch kurz vor unserem Abflug angerufen und gefragt ob wir nicht Lust hätten mit ca. 70 Austauschstudenten von der Universität Singapur NUS am Wochenende nach Tioman Island, eine Insel an der Ostküste Malaysias, zu fahren. Das Ganze wird von einem Freund von Basti organisiert und für nur 150$ gab's den Transport, Unterkunft, BBQ und einen gewissen Vorrat an Alkohol. So ein Angebot schlägt man natürlich nicht aus! :)
    Also gings am 17.08 nachts um halb 1 los, mit 2 Bussen voll mit Studenten gen Malaysia. Nach dem Grenzübergang mussten wir dann unseren komfortablen Singapurbus gegen einen malaysischen Bus tausche....der dann leider gleich nicht mehr so komfortabel war.
    Naja, das mit dem schlafen hab ich sowieso vergessen können, weil mir die Klimaanlage direkt ins Gesicht geblasen hat und einen Knopf zum verstellen gab es leider auch nicht. Nach 4 Stunden sind wir an der Hafenstadt Mersing angekommen, wovon aus es dann mit der Fähre weiterging. Gegen halb 10 morgens sind wir dann auf Tioman angekommen. Raus aus der Fähre, Bikini an und ab an den Bilderbuchstrand.
    schön

    arriving at tioman
    Paul&Ella sleeping, für uns gab's drinnen keine Platz mehr :)







    Wie man es sich einfach vorstellt! Palmenstrand mit Kokusnüssen, blau-grünes seichtes Wasser, indem man noch 2 km weit draußen stehen kann und außer den 3 Reihen Hütten am Strand erstreckt sich dahinter bis zur anderen Seite der Insel unberührter Dschungel.
    Es gibt genau 2 Restaurants, 1 kleinen Shop zum Wasser und Chips kaufen, der aber eben auch nur offen hat wenn gerade zufällig der Besitzer da ist und einen kleinen Giftshop. Herrliche Einsamkeit :)

    Den restlichen Tag haben wir komplett am Strand verbracht, versucht unseren verpassten Schlaf nachzuholen und auch versucht nicht einen mega Sonnenbrand zu bekommen, was bei vielen total daneben ging. :)
    Am Abend wurde erstmal der Alkvorrat angebrochen und gegen 9 sind wir dann alle Mann, zum ca 20min entfernten Strandhütten-Restaurant gestiefelt wo uns ein wahnsinns gutes Buffet erwartet hat. Mit allem was man sich vorstellen kann, vom gegrillten Tintenfisch, chicken, salad, einfach alles. Super lecker und nachts draussen am Strand zu sitzen, zu essen, die Wellen rauschen zu hören und über einem ein hammer Sternenhimmel....das hat schon was :)
    vorglühen auf Tioman :)
    Beach

     Basti&Pia
































    2. Tag auf Tioman
    Es waren wohl alle noch ziemlich fertig von der Anreise und wir sind dementsprechend auch "relativ" früh ins Bett und konnten morgens früh raus. Da ist es einfach noch am schönsten am Strand. Also nocheinmal richtig relaxed, geschwommen und gesonnt. Lunch mit Basti uns seinen Kumpels in unserem Strandrestaurant und dann gings looooos zur Dschungeltour!
    Eingesprüht mit Moskitospray bis oben hin und mit festen Schuhen ausgestattet gings dann los. Es gab eine "ausgeschilderte" Tour quer durch den Dschungel zu einem Wasserfall.













    Der Hinweg war teilweise schon sehr anspruchsvoll, immer über rießige Wurzeln, vorbei an Lianen und durch ein drockenes Flussbett, wo man mal leicht in die Felsspalten hätte rutschen können und nicht mehr so leicht rausgekommen wäre. Aber iwie haben wir es nach 2 Stunden doch geschafft uns durchzukämpfen und zur Belohnung gab es einen Wasserfall...in Miniaturausgabe :D
    Mini-Waterfall

    waiting for the bus

    Aber immerhin konnten wir Pause machen und nachdem der erste ins Wasser gesprungen ist, sind dann alle hinterher.
    Der Rückweg war eher unspektakulär, was auch gut so war, denn so eine Dschugeltour ist nicht ohne und zährt ganz schön an den Kräften.

    Völlig kaputt wieder im Dorf angekommen sind wir nur noch an den Strand bis die Sonne unterging.
    Abends gab es wieder Party, ich musste leider passen, weil es mir das ganze Wochenende nicht gut ging und Abends hatte ich sehr starke Kopfschmerzen, war einfach nur noch kaputt und wollte schlafen.

    Dafür war ich am nächsten Morgen (einigermaßen) fit und bin mit Basti und Stephan schnorcheln gengangen :)

    Danach hieß es schnell Rucksack packen und um 12 ging auch schon die Fähre zurück aufs Festland.
    Die Rückfahrt nach Singapur war super anstrengend. Normal braucht man mit dem Bus+Fähre ca 5-6 Stunden, wir haben 12 gebraucht. Der Bus der uns in Mersing, Malaysia von der Fähre um 3 Uhr hätte abholen sollen, kam dann auch iwann...um 7Uhr.
    Der Grenzübergang hat sich ewig hingezogen und alle wollten nur noch heim, was wir dann um ca halb 1 Uhr nachts auch waren. BETT



    Mittwoch, 22. August 2012

    1st stop: Singapore

    Endlich ist es soweit: Die Reise kann beginnen :)

    14.08
    Nach einem etwas holprigen Start:
    1. falscher ICE in Karlsruhe genommen, zum Glück noch vor Mannheim gemerkt -> in Mannheim umgestiegen
    2. Am Flughafen hieß es wir dürfen nicht nach Singapur einreisen ohne einen Nachweis zu haben, dass wir auch wieder ausreisen. WTF?! Nach kurzer Panikattacke hieß es dann das wir netter Weise doch fliegen dürfen. 
    Und zu guter Letzt waren unsere Plätze im Flugzeug dann erstmal noch belegt, was sich aber zum Glück schnell als Irrtum rausstellte.
    Erste Etappe "im Flugzeug sitzen" war gemeistert!
    Frankfurt Flughafen- Excitemeeent
    Sonnenaufgang vor Dubai
    Bei angenehmen 35 ° C um 6am in Dubai gelandet. Aus dem stark klimatisierten Flugzeug raus ind die extreme Hitze – rein in den klimatisierte Bus und ab an Flughafen.
    2 Stunden Aufenthalt.















    Der Flughafen war leider nicht so spektakulär wie ich es mir gewünscht hätte. Außer einer großen Wasserfall-Wand gab es nichts zu sehen.


    Flug: Dubai-Singapur
    Bisher ohne weitere Komplikationen, abgesehen von der gut gebauten Big-Mama die neben mir saß und aufgrund ihres Umfangs mir bei jeder Bewegung den Ellebogen an die Schulter oder mit ieinem anderen Körperteil auf meine Seite des Sitzplatzes rübergeragt hat und ich mich leider etwas eingeengt gefühlt hab.
    Aber sonst alles gut, vorallem das Essen :)

    Fast planmäßig in Singapur nach 13 Stunden Flug und ca. 11.000 geflogenen Kilometern gut gelandet. Noch schnell im Duty Free ein bisschen Alkohol für den Bruder geshoppt und da hat er auch schon auf uns am Flughafen gewartet, als wir dann endlich unsere Rucksäcke wieder vom Baggage Claim gehieft hatten.

    Mit dem Taxi gings dann zu der wahnsinns Appartment- Anlage, in der Basti wohnt. Mit Pool, Whirld-Pool und Fitness, also alles was man für einen angenehmen und schon fast luxuriösen Aufenthalt in Singapur braucht.
    View out of the living room


     Noch schnell beim Inder „Pratar“ gegessen (Teig gefüllt mit wahlweise Cheese, Onions, Egg usw.) und dazu noch eine zwar undefinierbare Suppe/Dip für den Teig, aber mit Lamm und Kartoffeln, super lecker!
    Nur noch duschen und dann ab ins Bett.

    Good night Singapur!


    15.08
    Erster Tag in Singapur.
    Ganz gut geschlafen und erstmal ab an Pool! Geschwommen, geschlafen und Reiseführer gewälzt. Danach gings mit dem MRT ab in die city.

    ION Mall
    An der ION Mall ausgestiegen und nicht schlecht gestaunt. Futuristische Einkaufsmall mit allen Luxuslabels die man sich vorstellen kann.

    Zum Mittagessen waren wir dann ganz mutig :) Aus unserem Singapur-Führer haben wir uns den Geheimtipp für Low-Budget Essen rausgepickt und ab gings in die Lucky-Mall. Dort im food-court angekommen wussten wir warum das der Geheimtipp war: Wir waren die einzigen Nicht-Asiaten und die Essenstafeln waren eigentlich auch alle nur in Chinesischen Schriftzeichen.
    Was sollts, wir hatten Hunger :D Also einfach mal drauf los bestellt und siehe da: Es hat geschmeckt! 

    Bee Hon
    Und für sagenhafte 3$ nimmt man auch in Kauf dass du von so ziemlich allen beim Essen beobachtet wirst, wie du mit Stäbchen und Suppenlöffel kämpfst und aus Mitleid wird dir noch eine richtige Gabel angeboten, damit das Essen nicht kalt ist, bis mal die ersten Glasnüdelchen auf den chop-sticks hat :)





    Gestärkt gings dann nach dem Lunch Richtung Marina Bay: Dort steht das berühmteste und meist fotografiertestes Hotel Singapurs. Dahinter ist ein gigantischer Botanischer Garten angelegt. Mit futuristischen Pflanzen und pflanzenähnlichen Gebilden, was aussieht wie bei Avatar^^.
    Marina Bay Hotel





    Die Hitze, Jetlag und das Rumgelaufen den ganzen Tag hat uns doch ziemlich zu schaffen gemacht und die kurze Pause auf der Bank im botanischen Garten hat sich dann zum 2. Stündigen Mittagsschlaf entpuppt.





















    Um 7 mit Basti zum Dinner getroffen in Clementi. Wir sind dann in eines der sogenannten Hawker Center essen gegangen. Eine Reihe kleiner Stände die sehr günstig Essen anbieten. Alternativ kann man auch super lecker und super billiger in den Food Courts der Malls essen.

     

    Nur das Beste vom Besten: Black Pepper Grab, Scampies, Rochen. Yummi!!!!
    Danach noch schnell ab in Pool zum abkühlen und ab ins Bett.

    Man sagt Singapur ist "light Asia" Und das trifft auf jeden fall zu! Der Kulturschock beschränkt sich auf die Tatsache dass man sich an die hohe Luftfeuchtigkeit, die Hitze und den Linksverkerh gewöhnen muss,egal ob beim Autofahrn oder auf der Rolltreppe. Die Subways sind ungefähr immer extrem überfüllt und zur Rush-Hour kann es schonmal sein, dass man 2-3 Bahnen auslassen muss um sich in die 4. mit Müh und NOt hinein zu zwengen. Und natürlich AC immer und überall und wenn man dann aus guten 16°C aus der Bahn aussteigt hat man das Gefühl man läuft erstmal gegen eine Wand.

    Dass Singapur auch die Stadt der Verbote ist, trifft auch zu. Egal was man tut man hat immer Angst es könnte doch verboten sein.
    Absolutes Rauchverbot überall, kein Trinken und Essen in den Metro-Stationen, kein Kaugummi kauen, Fahrrad fahren, Skateboarden usw. alles verboten. Aber dafür ist es unglaublich sauber und wie gesagt auch wirklich sicher.

    Was ich auch super interessant finde ist, dass Singapur eine multikultruelle, junge Stadt ist. In der sich, so hat man das Gefühl, die Schönen und Reichen Südost-Asiens niedergelassen haben und dass wir auch gerne gezeigt. Architektonisch unglaublich, da fast jedes Gebäude etwas besonderes hat komplett anders aussieht und jedes einzelne einen besonderen Charme hat.

    16.08
    Heute morgen erst mal ab in die Gym. Danach sind wir zu einer anderen Mall gefahren (auf Empfehlung), die leider etwas enttäuschend war, also Badezeug geschnappt und ab auf die Familien- und Freizeitinsel Sentosa, welche direkt an Singapur anschließt und ein beliebtes Ausflugsziel für Singapuries und Touristen ist. Neben einem rießigen Freizeitbad- und park, Casino, Skydiving Anlage und eigentlich allem was Entertainment-Junkies brauchen gibt’s auch 3 schöne künstliche Strände...aber immer hin Sandstrand :) Zwar an der meist befahrensten Seestraße der Welt, der Straße von Malakka, gelegen aber unter der Woche hat man gut seine Ruhe und kann ein bisschen abschalten von der Großstadthektik.
     





    Schnell noch in die Vivo-City Mall und die ersten Erinnerungs-Kleidungsstück aus Singapur gekauft. Man muss sich schon sehr beherrschen nicht allzu viel zu kaufen, weil man ja ersten weiß dass man den ganzen Mist nachher auch tragen muss und zweitens wir shoppen in Malaysia oder Indonesien bestimmt doppelt so viel Spaß machen wenn alles nur halb so teuer ist.

    Dinner mit Bast in der Raffel-In Mall.
    Dumplings: Soooo gut, auch gut teuer...
    Gefüllte Teigtaschen, wahlweiße mit pork, chicken, prawn

     

    Cocktails in Clark Quey: hippes Virtel wo man richtig feiern gehen kann
    Singapur Sling für schlappe 18$ aber dafür Salsa Lesson for free :)

    17.08
    Der Plan war früh aufzustehen, zum Lunch zu Basti in die Arbeit zu fahren und dann little india und Chinatown zu besichtigen.
    Nachdem wir beide einfach absolut verschlafen haben und erst um 12Uhr aufgewacht sind, die Hitze und Jetlag machen uns wohl doch mehr zu schaffen als wir gedacht haben...Haben wir es dann geschafft gegen Mittag in die Stadt zu fahren, schnell noch Singapur $ in Malaysische Ringgitt für unseren Insel-Trip am Wochenende auf die Tioman Island um zutauschen und dann gings nach Little India. 

    Man steigt aus der MRT aus und ist gleich in einer anderen Welt. Überall kleine Stände, viel mehr Dreck und Schmutz als downtown in Singapur, aber trotzdem fühlt man sich sicher.
    Basti meinte wir sollen uns mal das Mustafa Center ansehn, wohl ein großes Kaufhaus, wo es vom Flatscreen bis zur feinen Seide und Stoffe für die Sari alles gibt. Also durch little india gestiefelt, auf dem Weg uns noch schnell eine Kokosnuss gegönnt und einen Happen Indisch gegessen und dann standen wir vor dem Mustafa Center! Groß ist völlig untertrieben! Ein 4-stöckiger Megastore wo es wirklich ALLES gibt und nicht wenig davon! Es könnte wohl halb Indien dort gleichzeitig einkaufen und es wär immer noch nicht ausverkauft :D Unglaublich!!!
    little india
    Häusserreihe
     

    Mustaffa Center
    Schuuuuhe
    Nach dieser leichten Überflutung haben wir uns wieder auf den Weg gemacht und einmal quer durch little india gestiefelt auf der Suche nach der Sultan Mosque, die größte und imposanteste Moschee in Singapu
    Manchmal hilft es wohl ein bisschen ratlos aus zuschaun, da uns ein Mann auf dem Weg angesprochen hat wohin wir wollen und er sowieso auf dem Weg zur Sultan Mosque war, hat er uns gleich mitgenommen. Zur „Hintertür“ rein in die Moschee und dort standen wir dann. Es war der letzte Tag des Ramadan und alle gläubigen Muslime hatten sich zum sogenannten „breakfast“ zusammen gefunden um, bevor sie nocheinmal die ganze Nacht durchbeten, sich zu stärken und gemeinsam zu essen.
    Sultan Mosque
    Und mal wieder standen wir etwas hilflos mitten im Innenhof der Moschee neben den gedeckten Tischen, als uns eine junge Muslimin angesprochen hat ob wir nicht mit ihr und ihrer Familie zusammen essen wollen.
    Wir waren völlig aus dem Häuschen! Wir mussten uns natürlich zuerst die Hände waschen, da man mit den Fingern ist und zwar auch nur mit der rechten Hand, da die linke Hand als unrein gilt. Also durften wir mit ganzen Familie zusammen zu Abend essen, was super lecker war und einfach ein tolles Erlebnis, eine uns völlig fremde Religion einmal so hautnah zu erleben. Wir haben natürlich viel über den Ramadan gefragt und wie das Ganze abläuft und ich glaub sie fanden es alle super, dass wir so interessiert waren :) Ein bisschen ein schlechtes Gewissen hatte ich dann aber doch schon, dass wir ihnen praktisch das Essen weggegessen haben, nachdem sie seit Sonnenaufgang weder etwas getrunken noch gegessen hatten. Am Ende mussten wir sogar noch sitzen bleiben und alles aufessen, weil das Gebet angefangen hatte uns sie alle in die Moschee mussten und meinten sie wollen das gute Essen nicht vergeuden und wir sollen es bitte aufessen. 
    "breakfast"
    Drink und Nachtisch

    Essen









      
     









    Nach unserer muslimischen Experience noch schnell zu Freunden von Basti gefahren zum BBQ, obwohl wir völlig fertig, verschwitzt und voll gegessen waren. Aber war dann noch ganz nett. Danach gings dann ganz schnell zurück nach Hause, duschen, packen und um 1am gings los, mit dem Bus Richtung Malaysia, bis nach Mersing, an der Ostküste Malaysias und weiter mit der Fähre auf die Tioman Island.